
Dieses Jahr hat uns schon ein deutlich besseres Wetter geboten als das vorherige, weshalb man eigentlich keinen Grund hat, die ganze Zeit in der warmen Bude zu hocken, sondern auch mal wieder an die frische Luft zu gehen. Und da das Wetter im Sommer eigentlich zu schade ist, um die Sonnentage nicht draußen zu verbringen, nutze ich das schöne Wetter mit strahlend blauen Himmel, um etwas weiter in die Museumslandschaft der Hansestadt Rostock einzutauchen. Bei meinem letzten Besuch war ich spontan in der Ausstellung im Kröpeliner Tor, da ich aber nicht nur ein Museum von Rostock listen kann, waren diesmal zwei andere Museen dran. Diesmal standen das Schifffahrtsmuseum und das Kulturhistorische Museum auf meiner To-Do-Liste. Da ich mal wieder nach dem Besuch im Weinhaus eine gewisse Bettschwere hatte, kam ich erst gegen halb 12 am Bahnhof von Rostock an. Also war erst einmal Zeit fürs Mittagessen, in der Altstadt von Rostock wird man aber nicht wirklich fündig, denn dort tummeln sich zahlreiche Fastfoodketten, gute Restaurants muss man da suchen. Und wenn dann Beispielsweise die Sushiboxen bei Nordsee in einem Außenregal ausliegt, welches von der Sonne angestrahlt wurde, kann man sich ja denken, ob man so was verdauungstechnisch verträgt. Ich jedenfalls wohl nicht …
Das Kulturhistorische Museum von Rostock befindet sich im Kloster zum heiligen Kreuz, einer alten Klosteranlage, welches durch die dänische Königin Margarete gegründet wurde. Da sich die Ausstellung auch um die Geschichte des Klosters beschäftigt, passt die gut erhaltene Klosteranlage wunderbar als Kulisse für die Ausstellungsstücke. Übrigens kostet der Besuch in diesem Museum keinen einzigen Eurocent Eintritt mehr, denn das Gratisangebot ist ein Modellversuch der Stadt Rostock, welcher schon seit ein paar Jahren anscheinend gut funktioniert, denn es waren relativ viele Besucher in den Räumlichkeiten des Museums. Das nächste Museum war dann das Schifffartsmuseum, welches sich in einem Gebäude gegenüber dem Rostocker Steintor befindet. Über die Geschichte der Schifffahrt, mein Gott sieht das mit Wort den drei f vielleicht blöd aus, wollten sich nicht so viele Leute interessieren, denn ich hatte meine Ruhe bei meinem Besuch, was man nicht oft hat.
Für ein weiteres Museum in Rostock reichte die Zeit nicht, denn die Winteröffnungszeiten sind doch recht knapp, so dass es dann lieber meine Zeit mit einem guten Essen in Stralsund verbringen wollte. Da die Hafeninsel von Stralsund eines der beliebtesten Plätze ist, wo sich die Touristen hinbegeben, gibt es dort auch einige Restaurants, welche ich natürlich durchprobieren muss. Diesmal war das Restaurant Speicher 8 dran, welches man im Türmchenspeicher direkt neben dem Ozeaneum finden kann. Wenn man ein gutes Restaurant in Stralsund sucht, denn ist man diesem Lokal sehr gut aufgehoben. Das Speicher 8 ist zwar nicht billig, dafür macht das Essen aber auch Spaß, da das Ambiente und die Qualität der Speisen stimmt. Die Altstadt von Stralsund war an diesem Abend fast wie ausgestorben, es wird endlich Zeit das der Sommer wieder kommt.