Irgendwie hatte ich in der letzten Zeit immer das Pech mit dem suboptimalen Wetter, wenn ich mal wieder in der Burg Klempenow war. Angeblich sollte es ein wolkenfreier Tag werden, weshalb ich das Angebot von Andreas annahm, am vergangenen Wochenende zu dem dortigen Weihnachtsmarkt zu fahren. Die kleine mittelalterliche Niederungsburg ist während der derzeitigen Jahreszeit eigentlich nur mit dem Auto erreichbar, was an sich auch viel bequemer ist und zudem meinen Bestand an heilen Hosen konstant hält, denn die vielen Radtouren der letzten Monate waren für das Gewebe an bestimmten Stellen dann doch etwas sehr beanspruchend gewesen. Der Tag war an sich recht mild, leider war der Himmel bedeckt und die Sicht nicht unbedingt sehr gut. Die Hoffnung, dass es sich das Wetter bis Klempenow noch etwas verbessern würde, bestand nicht lange, denn umso weiter wir in Richtung Süden fuhren umso schlechter wurde das Wetter. Wenigstens hatten wir eine Schneeschaufel eingesteckt, man weiß ja nie wie die Verhältnisse im Hinterland ausfallen würden. Die Vorsorge war aber unnötig, die Schneehöhe war dort deutlich niedriger als hier an der Küste. Der Weihnachtsmark auf der Burg Klempenow war zumindest im Außenbereich relativ überschaubar. Ein paar Stände mit Wollsachen und Imbissstände fand man dort vor. Etwas gemütlicher war es dann in der Kulturscheune, in welcher man hauptsächlich Töpferwaren vorfinden konnte. Das Besondere an diesem winterlichen Markt ist aber das Kulturprogramm, welches zusätzlich dort lief. Eine kleine Band spielte Jazzmusik, was mir persönlich besser gefiel als das typische weihnachtliche Gedudel, welches man von anderen Weihnachtsmärkten her kennt. Positiv war aber auch, dass es keine Karussells oder ähnliche Einrichtungen gab, welche einfach nur nerven und die Stimmung zerstören. Für Kinder wurde aber trotzdem gesorgt, so gab es eine Raum wo sie unter Anleitung basteln konnten, sowie ein Kasperletheater. Wenn man bedenkt, dass man für den Besuch Eintritt bezahlen musste, rechnet sich das aber recht schnell, denn so billig kommt man mit Karussellfahrten nicht weg.
Ein paar Bücher und Schafwollsocken und eine neue Mütze waren das einzige was ich mir an diesem Tage gönnte, wenn man von dem traditionell gebackenen Brot absieht, welches ich mir immer gerne einmal auf rustikal angehauchten Märkten gönne. Den Burgfried der Burg Klempenow bestieg ich an diesem Tage auch, die Treppen sind zwar mitten im Raum angebracht, ich habe es dann aber doch bis ganz oben geschafft. Was tut man nicht alles für Bilder. Leider war wie gesagt die Sicht auf die Umgebung nicht unbedingt so gut, was also nach einer Wiederholung schreit. Schön anzusehen ist auch die zur Burg gehörende kleine Fachwerkkirche, deren Wände recht schief ausgefallen sind.