In der Gegend um die Hansestadt Anklam findet man einige alte Burgen und Schlösser, welche ich schon länger auf meiner ToDo-Liste zu stehen hatte. Eigentlich hatte dafür ich einen Ausflug mit dem Fahrrad geplant, da ich nicht der einzige war, der sich dafür begeistert hatte, wurde es dann doch eine Fahrt mit dem Auto, wobei ich im Nachhinein froh über diese Entscheidung war, denn die Qualität der dortigen Radwege hätte mich die ganze Zeit fluchen lassen und zwar so dass einem Bauarbeiter die Schamesröte in Gesicht gestiegen wäre. Der zweite Vorteil bei einer Autofahrt ist die geringere Zeit welche man zwischen den einzelnen Stationen benötigt, weshalb ich auch nicht allzu früh aus dem Bett musste und auch nicht die Kälte aushalten musste, welche uns leider schon zu dieser Jahreszeit hier zugemutet wird. Das Interessante an der Tour war die Fahrt anhand meiner Radkarte. Zum einen konnte ich so die Qualität der Wege erfahren ohne dass mir der Hintern am Abend wehtat, zudem waren auf dieser bis auf eines alle Ziele eingezeichnet, was gut war, denn viele waren irgendwo in der Pampa.Das erste Ziel war das Wasserschloss Quilow. Dieses ist doch recht weit vom Wasser entfernt, um es als Wasserschloss wahrnehmen zu können. So wären wir da fast vorbeigefahren. Schade um das kleine Schlösschen, es befindet sich in einem jämmerlichen Zustand. Weshalb es auf die Karte geschafft hat kann ich nicht ganz nachvollziehen. Das erste Highlight war dann das ein paar Kilometer weiter gelegene Alte Lager nördlich der Hansestadt Anklam. Es sind die einzigen Wikingergräber in ganz Deutschland und eine recht große Anlage, welche auch von Anklam aus sehr gut zu erreichen sind. Für eine dann doch recht unbekannte Grabanlage war dieser Ort aber recht gut besucht, wobei es sich bei den Besuchern hauptsächlich um Einheimische handelte, welche dort bei dem strahlenden Sonnenschein, welcher an diesen Tag dann doch noch für ein paar Stunden herrschte, einen Spaziergang unternahmen.
Das nächste Ziel war der Hohe Stein, welcher sich südlich von Anklam befindet und ziemlich ungünstig zu erreichen ist. Ich hatte zwar bei meinem letzten Besuch von diesem alten Wartturm ein Foto gemacht, wobei das Wetter aber sehr ungünstig war und es eher als Selbstmörderwetter zu bezeichnen wäre. Nun passt es endlich optisch zu den anderen Bildern auf der Seite. Die nächsten Ziele waren dann etwas enttäuschend. Das Wasserschloss Müggenburg war äußerst uneinladend an dem Tag. Am halb geöffneten Tor stand der Hinweis dass es sich um ein Privatgrundstück handelt und das Betreten verboten ist, ein paar Meter weiter hinter dem Tor stand eine Werbetafel für Kaffee und Kuchen im Kellergewölbe. Zudem lief ein unangeleinter Hund vor dem Tor herum, welcher keinen netten Eindruck vermittelte. Die Wasserburg in Spantekow wiederum wäre ein schönes Ausflugsziel, wenn diese schöne Burganlage endlich einmal saniert werden würde. Derzeitig bietet die Anlage keinen schönen Anblick und dank der Nichtanwesenheit der Person mit der Schlüsselgewalt zur Burg, kamen wir nicht einmal auf das Gelände um uns die Burg genauer ansehen zu können.
Die Veste Landskron war dann das schönste Ziel. Dank meiner Radkarte vom Kompass-Verlag hatten wir auch kein Problem den Standort der Burganlage zu finden. Die Anlage dieser Festung ist recht gut erhalten und trotz der Lage mitten in der Wildnis doch recht gut besucht gewesen. Schön ist auch der Turm mit der Aussichtsplattform, von welchem man einen guten Überblick über die alten Gemäuer der Ruine hat. Die Burg Klempenow sparten wir uns dann doch. Ursprünglich war dort eine Kaffeepause eingeplant, doch dank des an dem Tage dort stattfindenden Apfelmarkt, ging es außerplanmäßig früher in Richtung Heimat. Es gibt wie man sehen kein einige interessante Burgen in dieser Gegend von Mecklenburg-Vorpommern, doch leider sind die meisten davon keinen Ausflug wert.