Da mein vorheriger Besuch in Neubrandenburg nicht von gutem Wetter begleitet wurde, sondern es sehr grau war und bedeckt, zeitweise auch nieselte, war es nicht unbedingt ein Wetter für Ausflüge. Die Bilder wurden nichts, alles war grau in grau, weshalb ich die Fototour wiederholen musste. Bei diesem Ausflug war aber strahlender Sonnenschein, vielleicht sogar etwas zuviel Sonne, denn bei der Hitze, welche an diesem Tage herrschte, war es recht belastend und ständig lief mir der Schweiß von der Stirn. Dafür sind die Bilder auch deutlich besser geworden, die Strapazen der Reise hatten sich also wenigstens gelohnt. Da ich bei meinem letzten Ausflug nach Neubrandenburg gezwungenermaßen fast alle Museen und Ausstellungen der Stadt besichtigt hatte, brauchte ich diesen Tagesordnungspunkt nicht wiederholen, denn schließlich regnet es nicht in den Räumen, zumindest auch nicht rein. Ich lief also erst einmal die Stadtmauer entlang, um dort die Wieckhäuser und Stadttore zu fotografieren. Wenn man schon die Sehenswürdigkeiten von Neubrandenburg fotografiert, dann sollte man auch gutes Wetter haben. Ich mag die Bilder nicht, wo Regen oder sonstiges ungünstige Wetter die schönsten Gebäude und Denkmale einer Stadt nicht in ihrer vollen Pracht erstahlen lassen. Nachdem ich zweimal um die Altstadt von Neubrandenburg gelaufen bin, einmal von außen, einmal von innen, ging es mehrfach kreuz und quer durch die Altstadt um die beiden Kirchen,das Franziskanerkloster und das alte Fachwerkgebäude vom Schauspielhaus Neubrandenburg vor die Linse zu bekommen.
Anschließend ging es in den Modellpark Neubrandenburg, in welchem man lauter Miniaturen von Gebäuden aus der Region der Mecklenburger Seenplatte finden kann. Wenigstens ist das mal eine schöne ABM gewesen, welche bestimmt einige Besucherin die Stadt lockt Der Weg zum Modelpark Neubrandenburg ist schlecht ausgeschildert, weshalb ich mich erst einmal verlaufen hatte. Bei dem heißen Wetter zog es die Leute eher in kühlere, beziehungsweise feuchtere Gefilde, weshalb ich der einzige Gast in diesem Park war, in welchem man einen schönen Überblick über die schönsten Sehenswürdigkeiten der Region bekommt. Nach dem Besuch ging es weiter durch den großen Park, welcher sich im Süden der Altstadt befindet, bis zum Ufer des Tolensesees, welcher ein deutlich angenehmeres Klima bot. Hier sah ich zufälligerweise auch ein sogenanntes Kistengrab, welches mir bis dato unbekannt war, da es auch recht unauffällig war. Eine Schifffahrt auf dem See hätte ich auch noch machen können, da aber recht wenig Leute da waren, war es eh fraglich, ob die Schiffe ablegen würden, zudem fand ich an der Tafel mit den potentiellen Abfahrtszeiten keine Angaben zu den Preisen.
Von hier aus ging es dann Richtung Westen am städtischen Freibad von Neubrandenburg vorbei, in welchem sich zahlreiche Einwohner der Stadt Erfrischung suchten und auch fanden. Im Gegensatz zu mir, welcher sich auf eine Wanderung durch die bergige Landschaft der Region machte und bis zum Belvedere hinaufwanderte. Leider ist der Berg recht stark mit hohen Bäumen bewachsen, so dass man nicht mehr den Ausblick genießen kann, welchen die Erbauer seinerseits noch hatten. Auf dem Rückweg entdeckte ich noch ein Reh, welches am Rand des Weges graste, ich konnte es noch von weitem fotografieren, an einer Nahaufnahme hatte es aber anscheinend kein Interesse. In der Stadt versorgte ich mich noch im zentralen Einkaufszentrum am Marktplatz mit Getränken, bevor es wieder auf den Heimweg ging. Im nächsten Jahr habe ich aber schon mal eine Radtour um den Tolensesee angedacht, denn dort findet man garantiert noch schöne Motive.