Am Freitag fand in der Innenstadt der Hansestadt Greifswald wieder einmal die Greifswalder Kulturnacht statt. Bevor es aber los ging, kam wie üblich eine Stärkung im Weinhaus als erster Tagesordnungspunkt dran, denn bis zum Beginn der Veranstaltungen war noch recht viel Zeit und schließlich mussten ja noch ein paar Dinge abgeklärt werden. Nicht nur ein paar Dinge für die Zukunft, sondern auch was für Angebote des Programms der Greifswalder Kulturnacht wir uns überhaupt anschauen wollten. Das zog sich etwas hin, so dass wir erst kurz vor 20:00 Uhr los sind. Zuerst wollten wir in die Rats- und Universitätsbuchhandlung, in welcher man aber nicht mehr wirklich rein kam, da zu viele Leute schon dort waren und wir nur noch Platz im Eingangsbereich des Ladens gefunden hatten. Zudem verstand man gar nichts von dem was gesagt wurde. Wenn man schon nichts sieht, dann sollte man dann doch wenigstens noch etwas hören können. Enttäuscht über den technischen Mangel ging es erstmal in die Galerie Jantar, vor welcher es lecker Würstchen gab, welche uns Jost kunstvoll mit Senf verzierte.
Dann ging es in das Café Ravic, der wohl rustikalsten Kneipe in Greifswald. Da die Räumlichkeiten nicht so sehr groß waren, drängte ich auf frühes Erscheinen, was uns noch sehr gute Plätze sicherte. Am Abend sollte eigentlich Sabine Kotzur Chansons aus Berlin präsentieren, da aber der Pianist erkrankt war, wurde kurzfristig eine Lesung daraus. Anschließend ging es in die Aula der ehemaligen Bebelschule. Leider war es schon das letzte Stück was gespielt wurde, als wir dort angekommen sind, so dass es also ein Umweg zum nächsten Ziel, dem Café Koeppen, war. Aber wenigstens konnte ich die aufwendig sanierte Aula meiner ersten Schule wiedersehen. Man wie lange ist das schon her? Das ist übrigens nur eine rein rhetorische Frage!
Im Café Koeppen spielte die Band Rolando Random & The Young Soul Rebels. Der Raum war wie üblich sehr voll, obwohl sämtliche Tische schon raus gestellt wurden. Ich hab mir noch einen Stuhl sichern können und diesen verteidigt wie eine Löwin ihre Kinder. Mit der Zeit wanderte ich mit diesem bis vor die Bühne und hatte so dann den besten Sitzplatz bei der Veranstaltung bekommen. Das Konzert fing später als geplant an und ging recht lange, so dass ich dann erst so gegen 2:00 Uhr zu hause war. Doch etwas sehr früh wenn man bedenkt, dass es am nächsten Tag in Richtung Berlin gehen sollte.