Fahrt zur Insel Ruden

Insel RudenNachdem ich in diesem Sommer schon auf der Greifswalder Oie gewesen bin, fehlte mir nur noch die Insel Ruden, um meine Sammlung von kleinen Inseln im Greifswalder Bodden zu komplettieren. Dieses Mal fuhr ich aber alleine, denn da die Abfahrt des Schiffes der Apollo Reederei vom Hafen von Peenemünde aus erfolgt, konnte ich bequem mit der Usedomer Bäderbahn anreisen. Das Schiff war die Seeadler, mit welcher wir damals auch schon zur Greifswalder Oie gefahren sind. Ich hielt mich die ganze Zeit vor der Anlegiestelle auf, um einer der ersten Leute zu sein, welche auf dem Schiff sind und mir so einen gute Platz auf dem Deck sichern zu können. Ich war zwar einer der ersten auf dem Schiff, meinen Platz am Bug machte mir keiner streitig, da sich die meisten Mitfahrer unter Deck begaben.

Somit hatte ich ein ungestörtes Sichtfeld zum Fotografieren der Landschaft welche an uns vorbeizog, als wir den Hafen von Peenemünde verlessen haben und den Peenestrom entlang zum Ruden schipperten. Es war zum Glück nicht ganz so windig wie am Tag davor, aber ausreichend genug, dass des Schiff ziemlich schaukelte und Wasser über die Reeling spritzte. Mit dem Fotografieren war es daher nichts mehr, denn so gut ist kein Stabilisator, dass er diese Schwankungen ausgleichen konnte. Die paar Reisenden, inklusive mir, welche an Deck geblieben sind, wurden zwar etwas feucht, dafür wurde dieser Ausflug so etwas mehr maritim angehaucht.

Im kleinen Hafen angekommen bekamen wir ein paar Hinweise für die Besichtigung und einen Vortrag über die Geschichte der Insel zu hören. Die Wanderwege dort sind nur recht kurz, vierhundert Meter genau genommen, daher war relativ viel Zeit um Bilder zu machen und das kleine Museum zu besuchen, welches sich im Flugbeobachtungsturm befindet. Von der Aussichtsplattform hatte man durch den Ostwind einen guten Blick über den Greifswalder Bodden hinweg bis zur Halbinsel Mönchgut, zur Insel Usedom und auch zur Greifswalder Oie.

Die Rückfahrt ging etwas ruhiger vonstatten, der Wind hatte sich etwas gelegt und daher schaukelte das Schiff nicht mehr so. Ich kam mit drei Urlaubern aus Sachsen ins Gespräch, welche seit vielen Jahren auf der Insel Usedom ihren Urlaub verbringen und gab ihnen noch ein paar Anregungen für weitere Ausflugsfahrten. In Peenemünde gönnte ich mir in der Flunder noch ein stärkendes Mahl, da ich hier fast noch eine ganze Stunde Aufenthalt hatte, bevor es wieder mit der UBB in Richtung Heimat ging.