Fahrt zur Insel Hiddensee

Insel HiddenseeEine meiner Lieblingsinseln an der Ostseeküste ist die Insel Hiddensee. Den einzigen Nachteil den diese Insel hat ist die Verkehrsanbindung, da man nicht direkt anreisen kann, sondern ein Fährschiff nutzen muss. Darum wurde es mal wieder Zeit, mal wieder einen Ausflug zu diesem idyllischen Fleckchen Erde zu machen. Die Insel Hiddensee kann man von verschiedenen Häfen aus anfahren, die meisten dieser Häfen sind aber nur mit einem Auto erreichbar. Daher ist es positiv, dass von der Hansestadt Stralsund aus, auch eine Fähre geht und nach Stralsund gelangt man ohne Probleme auch mit der Bahn. Während der Saison sollte man sich frühzeitig um Karten für das Schiff kümmern, was ich auch tat, indem ich mir mein Ticket für die Fähre schon ein paar Tage vorher über die Seite der Hiddenseer Reederei kaufte. Die Anfahrt nach Stralsund war ohne Probleme, nur die Abholung der Karte war etwas belastend. Man glaubt gar nicht wie begriffsstutzig manche Leute sein können. Inzwischen bildete sich eine Schlange vor dem Anleger und dank diesem Typen welcher über zehn Minuten brauchte um seine Karten zu erwerben war der Platz in der Schlange noch weiter hinten. Dafür steht man so früh auf, ist einer der ersten an der Kasse, und wegen solchen Zeitgenossen war alles für umsonst. Ich bekam zum Glück einen der letzten verfügbaren Plätze auf dem Sonnendeck, aber der war Steuerbord, also ungünstig um Fotos der Südspitze der Insel machen zu können.

Den Trost, welchen ich aber hatte, war ein schöner Tag mit tollem Wetter und haufenweise Rentner, welche garantiert nicht in Neuendorf aussteigen würden. Und ich behielt recht, die Zahl der Reisenden, welche in diesem Hafen an Land gingen war recht überschaubar. Da ich meine Wanderung durch die Heide machen wollte, konnte ich dieses fast völlig ungestört bewerkstelligen. Während des Spaziergangs durch die Landschaft, welche roch als wäre sie in einen Honigtopf gefallen, sah ich nur zwei andere Leute, welche diese Gegend der Insel Hiddensee auch bevorzugten. Die meisten Leute steigen leider, oder in meinem Fall zum Glück, in Neuendorf aus, leihen sich ein Fahrrad und radeln die Wege entlang. Dadurch entgeht ihnen aber diese Erfahrung, da durch die Heide keine Radwege führen, sondern nur einfache Wanderwege, die nicht befahren werden dürfen.

In Vitte angekommen, änderte ich meine Aussicht und begab mich auf die Westseite der Insel Hiddensee, welche einen Wanderweg oberhalb der Dünne zu bieten hat. Auf diesem Weg wanderte ich dann bis zur Steilküste, die ganze Zeit mit dem Blick auf die brausende Ostsee und einem strahlend blauen Himmel über mir. Für das Wetter an dem Tag waren aber erstaunlich wenige Leute am Strand. Das letzte Ende bis zur Treppe wanderte ich dann am Strand entlang, bis es dann nach oben direkt in den Westteil von Kloster ging, wo ich dann doch etwas umherirrte, da die Ausschilderung etwas lückenhaft war. Irgendwann fand ich dann doch noch den Weg zum Leuchtturm Dornbusch, welcher das Wahrzeichen der Hiddensee ist und spätestens durch die allabendlichen Wetterberichte in der ARD inzwischen auch im kleinen bayrischen Kuhdorfbekannt sein dürfte. Auf den Leuchtturm bin ich dann aber nicht gestiegen, vom Dornbusch selbst hat auch einen schönen Blick über die Insel und so billig ist der Eintritt für die Aussichtsplattform nun auch wieder nicht.

Vom Leuchtturm Dornbusch aus ging es dann in den Hafen von Kloster. Da das Schiff erst eine dreiviertel Stunde später losfuhr, war noch Zeit für ein leckeres Fischbrötchen. Auf einem rustikalen Fischkutter, welcher im Hafen von Kloster lag, wurde nicht nur frisch geräucherter Fisch angeboten, sondern dieser auch in Form von Fischbrötchen, bei welchen bei der Füllung mit Räucherfisch nicht gegeizt wurde. Als ich die Fähre am Horizont sah, begab ich mich gleich zum Anleger um mir einen guten Platz zu sichern. Diesen bekam ich dann auch, und zwar auf dem Sonnendeck als einer der ersten Passagiere. Von hier aus konnte ich noch einige Bilder von den Häfen Vitt und Neuendorf machen und bei strahlendem Sonnenschein mein Bier genießen. Im Hafen von Vitte wurde das Sonnendeck dann voll und als ich die Massen in Neuendorf sah, welche am Hafen stand und noch mit aufs Schiff wollten, dann wusste ich war ich meine Tour so gemacht habe und nicht anders. Die Mietgebühren für Fahrräder sind auf der Insel Hiddensee etwas billiger als die Gebühren für die Fähre, weshalb es eigentlich unsinnig ist, mit eigenen Rädern aufzutauchen. Jedenfalls war es wieder mal ein gelungener Ausflug, welchen ich in der Zukunft bestimmt wieder einmal wiederholen werde.