Wenn ich sage dass ich wieder einmal auf die Insel Rügen fahre, dann fragen einige bestimmte Leute, ob ich davon noch nicht genug habe. Dreieinhalb Monate Aufenthalt auf Rügen sind zwar an sich schön, wenn man das nicht unbedingt im Winter machen muss. Dieses Mal war Sassnitz dran. Beim letzten Besuch war es ja nur eine Zwischenstation, da ich weiter zum Nationalpark Jasmund bin, wo man die berühmten Kreidefelsen finden kann. Mit dem Zug kann man ganz bequem dahin kommen, wenn man mit der Bahn bis zum Bahnhof von Sassnitz und dann mit dem Bus weiter fährt. Jetzt war aber die Stadt an sich selber das Objekt meiner Begierde. Sassnitz ist im Verhältnis zu den anderen größeren Orten nicht so überlaufen. Das macht einen Besuch etwas entspannter. Zuerst ging es über die Hängebrücke am Hafen, wo man einige Museen finden kann. Unter anderem eine U-Boot-Ausstellung und ein Fischereimuseum. Am Anfang der Mole liegen einige Kutter, von welchen Räucherfisch und Fischbrötchen verkauft werden. Gestärkt mit einem Brötchen mit Bismarckhering machte ich mir auf den Weg zum Ender der Mole. Die Mole von Sassnitz ist über einen Kilometer lang und die längste Mole in Deutschland. Von ihr aus kann man wunderbar den Hafen fotografieren und hat einen schönen Blick auf die Küste.
Einen Ausflug mit einem Schiff bis zu den Kreidefelsen verschob ich erstmal auf den Nachmittag, erst einmal war die Altstadt von Sassnitz dran. Schön ist der Musikpavillon Seemuschel, welcher sich im Kurpark befindet und von Ulrich Müther erbaut wurde. Da die Altstadt nicht so groß ist, war ich recht schnell fertig mit meiner Besichtigungstor. Also ging ich in den Wald von Dwasieden um dort das steinzeitliche Hügelgraber zu besuchen. Ich habe es nicht gefunden, ausgeschildert ist es auch nicht. Toll, ich war erst einmal sauer und ging zum Bahnhof um zu schauen, wann die nächsten Züge fuhren. Es stand gerade einer auf dem Bahnsteig und da meine Laune eh schon etwas gedämpft war, bestieg ich ihn und ließ den Schiffsausflug Schiffsausflug sein und verschob diese Aktivität in die Zukunft.