Radtour zum Kap Arkona

Kap ArkonaDas letzte Mal wo ich das Kap Arkona auf der Insel Rügen besuchte, war ich im Oktober letzten Jahres dort. Leider war das Wetter damals nicht so wie angesagt, sondern bedeckt und recht kühl. Die Bilder sind damals auch nicht allzu schön geworden. Daher gab es für mich also wieder mal einen Grund dorthin zu fahren. Dieses Mal nahm ich aber nicht den Bus, sondern ich war mit dem Fahrrad dort. Als Startpunkt wählte ich das kleine Städtchen Sargard, welcher recht weit im Norden von Rügen liegt. Von dort aus sind es etwa 30 Kilometer, welche man zurücklegen muss. Da ich aber nicht auf direkten Weg dorthin gefahren bin, sondern über Umwege, war die Gesamtstrecke wohl etwa 70 bis 80 Kilometer. Das erste Ziel war das Dorf Bobbin, in welchem man eine der ältesten Kirchen der Insel Rügen kann und das in schwedenrot gehaltene Schloss Spyker. In Glowe muss man sich die Ostseeperle anschauen, welche von Ulrich Müther geschaffen wurde. Diese von der Insel Rügen stammende Baumeister ist für seine Bauten aus Schalenbeton bekannt.

Vom Ostseebad Glowe aus kann man schon die beiden Leuchttürme vom Kap Arkona sehen, doch ist die Entfernung doch noch recht weit, gut 20 Kilometer sind von Glowe aus noch bis zum nördlichen Ende der Insel Rügen noch zu fahren. Entspannt geht die Fahrt dann über die Schabe, welche gute Radwege zu bieten hat. Die beiden Seebäder Breege und Juliusruh sind schnell besichtigt, so groß sind die Seebäder im Norden der Insel im Verhältnis zu Binz oder Sellin nicht. Sie sind recht beschaulich. Vom Hafen von Breege fährt sogar ein Schiff zur Insel Hiddensee. Von Juliusruh sind die Radwege eher ehemalige landwirtschaftliche Wege, welche aus Betonplatten bestehen. Bei Nobbin findet man ein eindrucksvolles Großsteingrab, welches direkt am Radweg liegt. Das Kap Arkona ist nun nicht mehr allzu weit. Man sieht vom Radweg aus schon die imposante Steilküste.

Über das kleine Dörchen Vitt und die niedliche Kapelle ging es immer an der Küste entlang bis zu dem Ziel mit den beiden Leuchttürmen. Als ich das letzte Mal am Kap Arkona war, war es recht menschenleer, jetzt tummelten sich die Leute nur so. Jetzt war dann das Bilder machen angesagt, was recht fix ging, mit dem Fahrrad erreichte ich die Orte zum Glück auch viel schneller als damals als ich noch die ganzen Wege erwandern musste. Bis zum Siebenschneiderstein ist es ja gut einen Kilometer mindestens, und zurück muss man ja auch noch. Die Ausstellungen , welche so beim Kap Arkona geboten werden, brauchte ich ja nicht nochmal zu sehen, ich hatte es beim letzten Besuch ja schon ausführlich getan. Nur eine Besteigung des großen Leuchtturmes gönnte ich mir dann doch noch. Es war inzwischen 14.00 Uhr, ich also schon gut 5 Stunden unterwegs. Es wurde Zeit, daß ich in Richtung Bahnhof fuhr.. Ich überlegte kurz noch ob ich, als ich in Altenkirchen angelangt war,noch nach Wieck oder Dranske fahren sollte. Der Wind und die schlechten Straßen in diese Richtung ließen mich aber davon Abstand nehmen, es waren schließlich noch 11 Kilometer hin und 11 Kilometer zurück, welche auf einer gepflasterten Straße recht langsam zu bewältigen sind. Der Rückweg war recht beschwerlich, denn der Wind kam wieder nur von vorne. Ob ich nun nach Süden oder Osten fuhr, es war immer Gegenwind.

Als ich in Sargard angekommen bin, war ich fix und fertig. Der Zug war proppenvoll und die ganze Zeit musste ich dann bei meinem Fahrrad stehen. Aber ich habe während der Fahrt ein interessantes Gespräch mit drei Mitfahrenden, sorry mitleidenden, Fahrradtouristen aus Dresden geführt. In Stralsund legte ich dann aber erst einmal eine Pause ein. Ich suchte mir ein gutes Restaurant in Stralsund, in welchem ich mir dann eine kulinarische Belohnung gönnte. Die Wahl fiel auf das Bodega de Luca am Alten Markt, welches eine beliebte Tappasbar ist. Zwei Stunden später war der Zug wenigstens nicht ganz so voll, wie der von Sagard nach Stralsund. Der Ausflug zum Kap Arkona war schön, aber anstrengend. So schnell bekommt mich keiner auf ein Fahrrad. Dieser Vorsatz wird aber nicht lange halten, denn übernächstes Wochenende geht es für ein paar Tage nach Waren an der Müritz.