Wallensteintage

WallensteintageDas letzte Wochenende stand ganz im Zeichen des Mittelalters, genauer genommen um den Sieg der Hansestadt Stralsund über die Armee General von Wallenstein, welcher damals vergeblich versuchte, die Stadt Stralsund durch eine Belagerung während des dreißigjährigen Krieges zu erobern. Seitdem wird jedes Jahr zu diesem Anlass ein großes Volksfest veranstaltet, welches inzwischen zu dem größten norddeutschen Volksfest mit einem historischem Hintergrund geworden ist. Es war schon lange her, dass ich zu diesen Feierlichkeiten in Stralsund weilte, daher wurde es Zeit, dass ich mich endlich mal wieder in Richtung Norden begab.

Da das Wetter laut dem Wetterbericht von allen Tagen am Freitag am schönsten sein sollte, fuhr ich daher auch schon den Freitag um in diesem Jahr die Wallensteintage in Stralsund zu besuchen. An diesem Tag fand auch der Festumzug durch die historische Innenstadt statt, so dass ich an diesem Tag auch ausreichend Fotomotive sammeln konnte. Den ersten Teil der Strecke konnte man aber vergessen, da die südliche Vorstadt recht viele Baulücken hat. Die besten Fotos gab es kurz bevor der Festzug auf die Straße abbogen, welche zur Nikolaikirche führte. Dort gab es auf der linken Seite Fachwerkhäuser und etwas von der Stadtmauer, auf der anderen standen Bäume. Man konnte von meinem Platz in der Kurve den Festumzug daher die ganze Zeit von vorne und nicht nur wie der Rest der Leute von der Seite zu sehen. Die von mir gewählte Position war optimal, an der übrigen Strecke des Festzugen bekam ich keine guten Bilder, zumal dann auch noch die Sonne von vorne kam.

Ich blieb daher gleich auf dem Alten Markt von Stralsund, da die restliche Strecke recht kurz war und die Schlangen vor den Ständen deutlich kürzer wurden. Die Atmosphäre auf dem Alten Markt war ziemlich mittelalterlich und die dort angebotene Gastronomie fiel dementsprechend rustikal aus. Jedenfalls war es an dem Abend eine ziemliche Menge Honigbier, welches ich mir zu dem kulturellen Programm auf der Bühne gönnte. Das Highlight des Programms war bestimmt nicht nur für mich das Duo Dreyerley, welches das anwesende Publikum mit ihren humorvollen Darbietungen mit mehr oder weniger mittelalterlicher Musik und humoristischen Einlagen begeistern konnte. Abends ging es dann noch kurz zum Rummel im Stadthafen von Stralsund, bevor ich mich zum Bahnhof begab und den letzten Zug in Richtung Greifswald nahm.