Gestern wurde die zweite Bürgerkonferenz im Rathaus veranstaltet, bei welcher der lokale Klimaschutz thematisiert wurde. Der thematische Schwerpunkt bei dieser Sitzung lag hauptsächlich beim innerstädtischen Radverkehr. Die Beteiligung der Bürger bei der Planung des Verkehrskonzeptes wurde stärker als auf der ersten Sitzung angenommen. Es waren wieder relativ viele interessierte Bürger anwesend, welche sich durch viele konstruktive Vorschläge in die Arbeit der Stadtverwaltung einbringen konnten. Wenn man von den vier Vertretern des Debattierclubs der Universität absieht, welche den Abend mit einer Faktenpräsentation in Form eines rhetorischen Wettstreites einleiteten, konnte man an diesem Abend keinen erwähnenswerten Anteil der hiesigen Studentenschaft wahrnehmen. Dass sich die örtliche Bevölkerungsgruppe, welche sonst nur durch überdurchschnittliche Unkenntnis oder dreister Ignoranz gegenüber den Vorschriften der StVO glänzt, sich im Gegenzug aber ständig über schlechte Verkehrswege aufregt, es nicht nötig hat, sich bei einer solchen Konferenz einzubringen, sagt vieles über sie aus. Auch von den Jugendorganisationen einiger Parteien, welche sich zumindest während der Wahlkampfzeiten mit verkehrspolitischen Themen profilieren wollten, war weit und breit keiner zu sehen. So war es dann auch der Fall, dass ich der jüngste Bürger bei derjenigen Arbeitsgruppe war, welche sich mit dem Radverkehr in der Stadt beschäftigte.
Eine kleine Kritik sollte aber sich auch die Stadtverwaltung aber dennoch zu Herzen nehmen. Man kann keine Einladung für eine solche Veranstaltung gestalten, bei der dann ein Bild verwendet wird, auf dessen Motiv massiv gegen die geltende Straßenverkehrsordnung verstoßen wird.